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22.03.2017 · www.gera.de

Komm in Geras Neue Mitte!


Komm an Bord und in die Neue Mitte – dazu laden Kurator Marcus Max Schreiner (vorn im Boot) zusammen mit IBA Thüringen, Ja – für Gera, Stadt Gera und Fachplanern ein.

Foto: Stadt Gera/CHeinrich

 

Geras Neue Mitte nimmt 2017 weiter Fahrt auf. Stadtplaner, Land-schaftsarchitekten, ein Kurator und die Bürger aktivieren die 2,5 ha große Brache im Stadtzentrum mit dem Ziel, Umfang und Form der künftigen Freiräume und Bauten zu herauszuarbeiten, um nachfolgend Nutzer und Investoren gewinnen zu können. Gleichzeitig läuft das Verfahren zur Schaffung von Planungsrecht an. 

Rahmenplan plus für Geras Neue Mitte
Für die Erarbeitung des Rahmenplans „plus“ und des Bebauungsplans „Geras Neue Mitte“ hat die Stadt Gera eine Arbeitsge¬meinschaft aus Berlin gewonnen. Diese besteht aus dem Büro yellow z urbanism architecture von Prof. Dr. Michal Koch und Dipl.-Ing. Oliver Bormann, Studio Nelke Stadt¬pla-ner und Trautmann Landschaftsa¬rchi¬tekten. Die Verkehrsfragen bear¬beitet die Ingenieur¬gesellschaft Hoffmann Leichter und die immobilien¬wirt¬schaft-liche Beratung übernimmt Prof. Dr. Guido Spars.

Für den Rahmenplan „plus“ hatte die Stadt Gera einen Angebotsvergleich durchgeführt. Von 12 gezielt angefragten auch regionalen Büros hatten fünf Angebote eingereicht. Drei zum Gespräch eingeladene Büros bewertete ein Auswahlgremium mit fünf Bürgerinnen und Bürgern, davon zwei aus dem Stadtrat, und der Baudezernentin. Das Gremium wurde beraten vom Fach-ge¬biet Stadtplanung im Fachdienst Bauvorhaben/Stadtentwicklung und der IBA Thüringen. Die Auswahlent¬schei¬dung fiel einstimmig auf yellow z und Partner.

Das „plus“ in Rahmenplan „plus“ steht für den besonderen Prozess der Bürgerbeteiligung und Aktivierung. Nach einem Auftakt zum Tag der Städtebauförderung am 13. Mai sieht der Fahrplan zwei Zeitfenster von je vier Wochen ab Ende Mai und im Spätsommer bis Herbst 2017 vor, um die städtebaulichen Alternativen und Entwürfe ausführlich im Stadtrat und öffentlich zu diskutieren. Dazu wird es Ausstellungen und Aktionen in Geras Neue Mitte geben. 

Das Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft unterstützt die Planungen mit Mitteln aus der Städtebauförderung des Bundes und der Länder. Die IBA Thüringen trägt zur Finanzierung des Beteiligungs¬pro¬zesses bei. Über bisherige Beteiligungen wie zum Beispiel zur Ausstellung „KuK an!“ arbeitete die Geraer Bevölkerung bereits mit am Entwicklungs¬rahmen für Geras Neue Mitte. Darauf bauen die städtebaulichen Planun¬gen 2017 weiter auf. Ziele sind neben einer qualitätsvollen Entwicklung von Geras Neuer Mitte die Erreichung des Status als IBA-Projekt und damit die Teilnahme an der Internationalen Bauausstellung Thüringen mit der Werkschau 2019 und dem Finale 2023. 

Komm in Geras Neue Mitte!
Kurator zur Aktivierung von Geras Neue Mitte 2017 ruft zu Bewerbungen auf
Die Stadt Gera und Ja – für Gera e.V. wollen zusammen mit der IBA Thüringen in der Zeit bis zu einer dauerhaften Gestaltung ausprobieren, was in Geras Neuer Mitte schon „geht“. Als Kurator zur Aktivierung von Geras Neue Mitte 2017 wird Marcus Max Schreiner aus Weimar die Ideen und Initiativen von Bürgern, Unternehmern und Kulturschaffenden sichten und im Rahmen zweier Aktionsfenster im Juli und September mit den Akteuren präsentieren. Es gilt vorhandenes Potenzial der Stadt zu bündeln, um in gemeinsamen Aktionen und Nutzungsszenarien auf diese Chance neuen innerstädtischen Lebens aufmerksam zu machen. Alle, die etwas in Geras Neuer Mitte unternehmen, tatkräftig anpacken, oder sich organisatorisch beteiligen möchten, sind herzlich willkommen. Der Kurator bittet um eine formlose Anmeldung per Mail bis zum 18. April an: info@geras-neue-mitte.de. Interessenten geben bitte Vor- und Nachname sowie eine Telefonnummer an, bei eigenen Ideen zur Umsetzung auf der Fläche bitte zusätzlich eine Kurzbeschreibung der Aktion inklusive des gewünschten Zeitraumes. Für Fragen steht Marcus Max Schreiner unter der Telefonnummer 0176 57798729 zur Verfügung. Er lädt außerdem alle Interessierten am 5. April um 17 Uhr zur Projektvorstellung ins Dezernat für Bau und Umwelt ein, Amthorstraße 11, Haus 2, Raum 344.

Der Auftakt für Aktionen soll am 13. Mai zum Tag der Städtebauförderung stattfinden. Zwei weitere Aktionszeiträume sind für Juni und Spätsommer oder Herbst vorgesehen. Im Herbst wollen die Stadt Gera und „Ja – für Gera“ e.V. mit den Beteiligten, dem Planungsbüro yellow z und der IBA Thüringen die Erfahrungen auswerten, welche Aktionen und Gestaltungen bei der temporären Nutzung wiederholt und welche für die Planung verfestigt werden können. 

Die Aktivitäten 2017 knüpfen an den Urban Flashmob vom 22. Oktober 2016 an. Hunderte Geraerinnen und Geraer füllten bei strömenden Regen die Brache mit Leben. Die Schirm-Idee stammte vom Kollektiv Zuloark aus Berlin/Madrid, die Moderation hatte Peter Przetak von der Theaterfabrik Gera. Viele der Schirme, finanziert von „Ja - für Gera“, sind weiter in der Stadt unterwegs.

Zur Auswahl des Kurators hat die IBA Thüringen über ihre Homepage, facebook und Twitter einen Angebotsvergleich durchgeführt. Die AG Zwischennutzung des Initiativkreises Geras Neue Mitte hat die Kandidaturen gesichtet und sich gemeinsam mit der IBA Thüringen für Marcus Max Schreiner entschieden. Er hat in Weimar Mediengestaltung studiert und ist seit vielen Jahren als künstlerischer Leiter, Regisseur und Performer tätig. Er hat unter anderem für das Weimarer Kunstfest und die Klassik Stiftung gearbeitet.

 

 

Links
https://www.gera.de/gnm
https://www.geras-neue-mitte.de
https://www.facebook.com/GerasNeueMitte/

http://yellowz.net/
https://studio-nelke.de/
http://www.trautmann-la.de/
http://hoffmann-leichter.de/
http://www.oekonomie-arch.uni-wuppertal.de/team/prof-dr-guido-spars.html

 

 

Termine 2017
05.04. Vernetzungstreffen, 17 Uhr, Dezernat Bau und Umwelt, Amthorstraße 11
18.04. Einsendeschluss für Anmeldungen zum Mitmachen für Geras Neue Mitte
13.05. Tag der Städtebauförderung
Juni Beteiligungszeitraum I, Aktionsfenster I
Herbst Beteiligungszeitraum II, Aktionsfenster II 

 

 

Kontakte

 

 

Arbeitsstruktur
Der Entwicklungsprozess von Geras Neuer Mitte steht auf zwei Säulen: Eine ist die Projektgruppe Geras Neue Mitte der Stadtverwaltung Gera, die zweite der Initiativkreis Geras Neue Mitte von „Ja – für Gera“ e.V. Bei der Stadtverwaltung sind die Fachdienste Bauvorhaben/Stadtentwicklung, Verkehr, Stadtgrün und Kultur beteiligt, beim Initiativkreis bestehen zur Zeit Arbeitsgruppen für Kommunikation, Planung und Zwischennutzungen. Weitere Arbeitsgruppen sind in Vorbereitung. 

Ein besonderes Merkmal von Geras Neuer Mitte ist es, dass im Initiativkreis auch Vertreter der Stadtverwaltung und des Stadtrates mitwirken, auf Augenhöhe mit den Bürgern. Der Initiativkreis und seine Arbeitsgruppen treffen sich je einmal im Monat in der Mangelwirtschaft und sind für weitere Mitwirkende offen. Auch Unternehmer, Vereine und Kulturschaffende sind willkommen. Wenn die Planungen vor allem auch in der Öffentlichkeit gut vorbereitet und die Argumente sorgfältig abgewogen wurden, gelangen die Vorlagen in den Stadtrat. Ihm obliegt die kommunale Planungshoheit und die Entscheidung über den Bebauungsplan als verbindliche Satzung für alle Bürger und Investoren. Neben Projektgruppe (Stadt Gera) und Initiativkreis („Ja – für Gera“ e.V.) besteht eine Koordinierungsrunde der Projektleiter gemeinsam mit der IBA Thüringen.

 


Kurator Markus Schreiner bittet alle Interessierten, sich bis zum 18. April für Aktivitäten in Geras Neuer Mitte und für die Neue Mitte zu melden. Rechts im Bild: IBA-Projektleiter Dr. Bertram Schiffers.

Foto: Stadt Gera/CHeinrich

 

 


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